Also erstes Fazit:
Tragbarkeit des Gerätes: Absolut hervorragend und ermüdungsfrei, man kann das Gerät schon fast als perfekt ausgewogen bezeichnen. Man hat das Gefühl tagelang schwenken zu können ohne ihn jemals aus der Hand zu legen.
Das untere Gestänge scheint etwas schwammig, was sich aber beim Schwenken nicht bemerkbar macht!
Die Spule ist durch eine Kunststoffschraube am Gestänge befestigt, auf der Gegenseite das Gegenstück als Flügelmutter auch aus Kunststoff. Die Seite auf der sich der Schraubenkopf befindet hat zwei Stege, welche den Kopf der Schraube gegen mitdrehen sichern. Sowas ist fein durchdacht, wobei sich mir trotzdem die Frage stellt warum man bei einem reinen Motion Detektor keine Metallschraube verwendet! Auf den Bildern im Web sieht man nur die typische Überwurfmutter Klemmung wie sie viele andere Geräte auch haben, aber nicht die sehr sinnvolle zusätzlich stabilisierende Druckknopf Rastung, soweit schon mal recht positiv durchdacht.
Auch wird die Überwurfmutter nicht ewig gedreht bis sie fest ist, sonder etwa eine drittel Umdrehung jeweils auf oder zu und man braucht sie noch nicht mal doll fest zu ziehen, sollte man auch wohl besser nicht!
Selbst der Lautsprecher der Elektronikbox ist wasserdicht, doch tut es sicherer die Hippmounttasche als Regenschutz zu verwenden, denn das Risiko wollte ich nicht eingehen, ist ja nicht meine Kiste, sondern Thomas` Privatgerät.
Was richtig schön ist, ist dass man die Elektronikbox schon von Werk aus unter dem Handgriff montieren kann, oder oben hinten am Gestänge, oder als Hippmount (letzteres ist zwar nett, aber wenn man nicht gerade Brusttief im Wasser rumsondelt (Spule etc. Wasserdicht, Kabel 2,35 Meter lang), braucht man das nicht, denn hinten oben die Elektronik und das Teil liegt wirklich Klasse in der Hand.
Der Silver, oder der Tejon ziehen da aufgrund ihrer fehlenden Balance genauso wie vor allem der ACE trotz nur 1200 Gramm durch das Gewicht der Spule am Hebel den das Gestänge darstellt wesentlich stärker nach unten, das da was nach unten zieht beim XP ist fast kaum zu bemerken, das Gerät liegt wirklich fast in der Waage mit seinen 1400 und paar Gramm!
Die Armstütze ist aus flexiblem Kunststoff und legt sich herrlich selbst mit dicker Jacke und Pulli um den Unterarm ohne zu drücken (da ich seit zwanzig Jahren als Schichtschlosser in der Schwerindustrie arbeite habe ich da nicht gerade Speichen
! Durch das flexible Material wird sie höchstwahrscheinlich auch nicht so schnell bei Überbeanspruchung brechen, wie andere starre Kunststoffteile anderer Fabrikate.
Das Gerät sollte man aber nicht als Pausenstütze verwenden, da ich ein Wegstecken von höheren Belastungen dem unteren Gestänge nicht so ganz zutraue!
Einstellungen: Eigentlich wirklich sehr easy und logisch und funktionell gemacht (selbst im Dunkeln findet man die Bedienelemente sehr sicher und anhand der Nasen an den Drehknöpfen erkennt man gleich die Einstellungen). Ich habe gleich heute Nacht (4Stunden) Dreiton, Zweiton getestet , den Silencer brauchte ich erst nachdem es auf dem Zweiten Acker anfing im Kopfhörer leise zu knacken (schwupp auf 1gestellt und schon war Ruhe im Karton, allerbestens, sollte mal ein extremes Areal zu begehen sein, bei dem man den Silencer auf 2 schalten müsste, kann es sein das kleinste CU Münzchen etc. evtl. nicht eindeutig kommen oder vielleicht auch mal überhört werden!!!). Auf demselben Schrottacker habe ich mal mit dem Tresh und dem Volume gespielt, da geht schon wirklich dicke was zu machen von wegen Verschrottungen, wenn man da seine Einstellung gefunden hat ist ein recht ruhiges Laufen sogar dort möglich, alle Achtung!!!
Dreht man den Sense nicht gerade auf Ultrascharf (bringt eh nichts) kommen auch keine Störgeräusche wenn man die Spule mal andotzt!
Erkennung von Eisenarten: Pfeilspitze zwischen normalem Eisen klar zu erkennen alt, genauso wie 5 oder sechs vierkantige alte Schmiedenägel, diese Eisentypisierung erweist sich schon jetzt am ersten Suchgang mit Sicherheit als Hammer für MA, Römisch und Keltische Schmiedewaren, große Eisen schlagen anders an, sind aber recht klar zu definieren, große Klasse für einen VLF!
Erkennung Edel ist noch etwas problematisch, glaube aber den Unterschied zwischen Alufolie und 1er Reichspfennigen, welche etwas tiefer liegen und schon leicht akkustisch im Grenzbereich anfangen zu schmieren, ahnen zu können, ein 50er sich Regen... kam dagegen deutlich erkennbar als prima an, genauso wie ein Heller von 1851.
Mit mittlerem klarem Signal kam ein Kreuzbeschlag (wohl von einer Bibel) welcher sogar mit Gold (mittleres Signal, typisch für Gold, das ja dafür bekannt ist nicht magnettechnisch die edelste Fundsorte zu sein ) platiert ist mit schönen Verzierungen (leider fehlt ein Teil wie immer, Acker eben, für einen Waldtest war es leider schon entschieden zu dunkel).
Musketenkugeln kamen auch recht klar (dazu noch später).
Sowie die anderen 5 CU Münzen (auch ein dickes 2 France Stück von 192? Alu, das Ding hat vielleicht geballert)!
Die Dreitonunterscheidung ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn es in die Mischsignale geht, da muss man sich erst mal reinhören, aber ich denke das da nach der Eingewöhnung und unter Betrachtung der Eisenunterscheidungen wohl noch Einiges an Potenzial drin ist.
Kommen die Drei Töne einzeln, gibt es fast keine Fragen um die Güte des Fundes, es sei denn die hohen "schmieren" etwas, dann sind es wie gesagt Folien oder dünne Blechreste oder Grenzfälle.
Der Zweitonmodus ist für Anfänger einfacher ja deutlicher zu verstehen, da er nicht so mischt ist aber wohl unterscheidungstechnisch nicht so fein und auch wirklich nur für den Anfang zu empfehlen.
Am Besten wäre es jedoch gleich mit 3Ton Mischmodus von Anfang an, sonst kann man nach der Zweitonanfängerphase wieder so gut wie von vorne anfangen und wenn man das Gerät voll ausschöpfen will sollte man sich das auch antun!
Hilfreich ist es vor dem ersten Outdooreinsatz zuhause in Ruhe alles mal mit verschiedenen Objekten durchzuspielen, mit Allem: Eisen, Schmiede, Münzsorten aller Art, Schnallen, sogar Ziehlaschen und Folien etc., so hat man schon mal beim ersten Suchen recht wichtige Anhaltspunkte im Hirnkasten.
Man kann aber auch den längeren Weg nehmen und erst mal alle verschiedenartigen Signale graben um zu verstehen!
Wer sich die Zeit für`s Training nimmt, dem wird`s anhand von Funden gedankt!
Laufruhe war einwandfrei ganz klasse, bei richtigen Einstellungen kein Gemotze, keine Orgel und wie gesagt keine Fehlsignale bei Spulenanschlägen!!!
Und nun noch mal was Gemessenes:
Einstellungen XP G-MAXX II: Sense etwa 2-3 Uhr, Volume 12Uhr, Tresh 6, Silencer 1, Ground war den ganzen Abend auf Null, da irgendwie keine Störungen beim Schwenken (ist das normal, wenn ja umso besser, da ist ja dann noch Einiges drin von wegen Mineralisationen zu killen?!?!?).
Die Einstellung des Grounds erfolgt nicht wie bei anderen Kisten durch Einstellen während ständigem auf und ab Bewegens in diese oder jene Richtung, sondern man schwenkt leicht hin und her und stellt den Ground einfach solange hoch bis Ruhe ist, sehr einfach also!
Genauso wie bei allen anderen Einstellungen wegen Störungen, hochdrehen oder schalten bis Störung weg und weiter geht`s, außer bei der Sense, oder dem Iron Volume die müssen natürlich wenn er stottert, oder wenn man kein normales Eisen hören will runter, klar!
Boden war leicht sandiger Ackerboden (vielleicht deswegen), vor etwa einem Monat gepflügt und hatte sich durch den Regen der letzten Zeit schön eben gesetzt!
Fund: Musketenkugel ziemlich geplättet (wohl vom damaligem Aufschlag) Durchmesser der flacheren Seite etwa 14mm!
Fundtiefe mit klarem Signal zusammen mit einem anderen Sucher ermittelt bei etwa 42cm!!!!!!!
Das Objekt steckte zudem noch leicht schräg unten im Loch!!!
Das ist naja...ich drücke es mal passend aus Schweinekrass Tief für so ein Kügelchen, das hatte ich dann doch nicht so erwartet!
Die Pfeilspitze kam laut und klar bei etwa 35cm wie gesagt zwischen drei oder vier normalen ziemlich oben liegenden größeren Eisen, welche sich auf einen ¾ Meter etwa verteilten, auch ziemlich starker Tobak (in solchen Fällen sollte man mit feinerem hin und herschwenken verfahren).
Bei anderen Böden mag die Tiefe je nach Mineralisationsgrad variieren.
Was mir bei der Sucherei aufgefallen ist, die Musketenkugel kam an der Luft lange nicht so weit vor der Spule wie im Boden.
Ein spontaner Test mit einem Aludeckelchen von etwa 3cm bewies das, Loch gemacht, Ding rein, ganz schwaches Signalchen, Erde drauf geschippt, laut und klar!!!
Is ja `n Ding!
Das wurde bei der Musketenkugel ein nettes Unterfangen, denn fast ausgegraben war sie plötzlich ganz weg und das in dem...Schacht..., habe sie aber definitiv in der Tiefe gefunden, da ich mit der Hand und Pin Pointer weiter gegraben (gekratzt) habe und sie wirklich unten im Loch in der Erde steckte!
Wenn man fein genug über den Fundobjekten schwenkt, ist das Pin Pointing (ich weiß er hat keines), schnell raus.
Mitte ist Mitte, man muss sich nur etwas mehr Mühe geben beim Orten als bei Tesoro, oder beim Nautilus, welche ja für ihre perfekte Mitte bekannt sind!
Noch mal zu dem Fall Musketenkugel: Wenn der XP ein Signal hat, das dann wirklich beim Graben verschwindet..., nicht weiterlaufen, denn wenn die Kiste sagt das da was ist, dann ist da auch was, ganz sicher!!!
Heute Abend will ich nach der Spätschicht einen zweiten Gang machen, das mit dem Edel will ich noch mal genauer raus hören üben und auch das Ausmaß der Überlandleitungsstörungen mal hören!
Ach so, der Funkkopfhörer ist `ne suuuper Sache, leider wurde das Empfangssignal nach 25 Minuten zunehmend leiser, da habe ich auf Kabel umgesteckt, Thomas hatte mir gesagt, das er den Akku nicht geladen hatte und das er wohl bald fertig sei (soll aber nach zwei Stunden laden bis zu 60Stunden halten)!
Macht nix, wichtig ist, das man gehört hat, dass da nix rauscht oder brummt.
Klare ganz saubere Übertragung!
Läuft man neben einem anderen XP User, kann man wegen gegenseitigen Störens der Geräte und der Kopfhörer Beides mit einem Griff auf andere Frequenzen umschalten und damit nebeneinander herlaufen.
Man kann sogar mit einem Anfänger „Fahrschule“ spielen, indem man mit einem gleich eingestelltem Kopfhörer mitläuft, oder wenn man sich nicht schlüssig ist z.B. seinem Nachbarn sagen gehe mal mit deinem Kopfhörer auf Eins, was meinst Du?
Naja soweit erst mal, mal sehen, das ich vielleicht noch `ne kleine Testreihe hinbekomme.
Bin aber momentan leider privat etwas im Stress.
Doch wenn das sich so weiter entwickelt, mache ich die Große Testreihe dann wohl wahrscheinlich bald mit der eigenen Monsterkiste!
Die Musketenkugel war aber auch erschreckend, Mann, Mann, Mann...!
Vergleich zum Nautilus DMCII-B: Der Nautilus ist um vieles robuster, ist aber dahingehend in der Detektorenriege das Non Plus Ultra, aber in Sachen Tiefe muss ich nun doch zugeben, dass er im G-MAXXII einen richtigen Meister gefunden hat , die Unterscheidungssignale sind beim Nautilus auf Anhieb was das Edle betrifft einfacher zu kapieren, gerade weil es ein einfacher Zweitonvergleich ist, aber die Mischsignale des G-MAXX II geben doch trotz schwierigerer Verständlichkeit am Anfang sogar noch genaueren Aufschluss.
In der Eisenartenunterscheidung ist der G-Max einfach klasse, ist sogar noch einen Tick „breitbandiger“ zu analysieren als beim Nautilus.
Aber in Sachen Kleinstteileunterscheidung und Tiefe, sowie Grenzfallunterscheidung zeigt mir der Nautilus bis zum allerletzten Eckchen sehr zuverlässig an, was bei diesem wohl mit der höheren Frequenz von 14,7 Khz und der SSP (Sharp Sampling Pulse) Aufbereitung zu tun hat.
Man sollte daher nicht vergessen, dass der XP im Keller läuft (4,6Khz) und bei solchen Frequenzen ist eine Kleinstteileerkennung und Unterscheidung normalerweise fast schon ein Fremdwort.
Auch stören den Nautilus keine Hochspannungen oder Bundesbahn, wie es ja beim XP der Fall sein soll (kann man ja mit der optionalen Spider Spule laut Berichten auskurieren, aber das will ich erst mal selbst mit der original Spule sehen, ähh... hören!).
Ach so, Kleinstteilempfindlichkeit: Kleinste Zinn und Schrotkügelchen und Bronzefetzchen kamen ebenfalls recht ordentlich, der ACE meines Mitsuchers hat die noch nicht mal kurz vor der Spule gehabt, die Dinger kamen so in der Regel bei 5-10 max 15cm, also kein Problem mit kleinsten Münzchen und das bei 4,6 Khz, erstaunlich, wirklich, nur im Grenzbereich „schmierten“ die Signale etwas, so dass man manchmal meinte es mit Alukügelchen etc. zu tun zu haben, welche sich normalerweise so artikulieren und gut wegzuhören sind!
Wenn man sicher sein will, bleibt Einem meist in so einem Fall nichts anderes übrig als doch mal nachzusehen!
Bei der Größe ab etwa zwei Reichspfennigen oder eines Hellers beginnt anscheinend das G-MAXXII Ansprechverhalten sprunghaft zuzulegen.
Der Nautilus dagegen springt schon bei kleinsten Silbermünzfragmenten energischer und knackiger an!
Allerdings hat der das Problem auf gleichzeitig stark mineralisierten, total schrottigen und auch noch basaltreichen Böden etwas zu nervig zu werden, was man beim XP relativ einfach und recht sauber wegbekommt!
Vom Ansprechverhalten und der Schwenkgeschwindigkeit ist der Nautilus ähnlich den Tesoros recht flott, den G-MAXX II würde ich da im Mittelfeld ansiedeln, was auch an der Doppel D Spule liegen wird und ich deswegen dahingehend momentan nichts über die tatsächliche Schnelligkeit der Elektronik aussagen möchte!
Puuuhhh...,soweit erst mal,
Liebe Grüße,
Tom!



