Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Kampfmittelfunde (Munition) gehört leider zum täglichen Brot fast aller Sondengänger.
Dieser Forenbereich soll Aufklärung schaffen und oft unbegründeten Ängsten bei Fundmeldungen entgegensteuern. Auch Erfahrungsberichte mit KMRD oder Polizei sollen hier hin. WICHTIG! Bitte nur Fotos von Funden einstellen wenn diese bereits gemeldet oder in der Meldung sind!
Dieses Foren dient NICHT für Fragen zur Identifizierung von Fundmunition!!

Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon landfürst » 17.07.2008, 19:34

: Hallo zusammen, ich möchte da mal eine kleine Geschichte erzählen vom Kontakt mit dem Kampfmittelräumdienst. Ich war im Reichswald spazieren!!! und hab am Wegesrand eine Granate gefunden. Sie lag an der Oberfläche also gut sichtbar.Da ich kein Handy besitze, hab ich von zu Hause den Kampfmittel-Räumdienst angerufen. Meine Frage war:" Entschuldigung, ich weiß nicht, ob ich richtig bin. Ich hab beim spazieren im Reichswald etwas gesehen, was aussieht, wie eine Bombe." Die Antwort war nicht schlecht. Zitat: "Ja, dann müssen wir uns da treffen und sie zeigen mir die Stelle." Ich antwortete, dass es super einfach ist, die Stelle zu finden. Er wollte unbedingt, dass ich dabei bin. Ich antwortete ihm, dass es 180 km sind und ich keine Zeit habe, da ich arbeiten muss und ich überhaupt keine Möglichkeit habe, in den nächsten Wochen dort hin zu kommen. Stellen sie sich doch mal vor das Ding würde in Berlin liegen, was dann? "Was machen sie denn im Reichswald?", war seine Frage. Mit meinen Hunden gehen, was sonst? Da meldet man so eine Sache und muss sich noch dumm hinterfragen lassen. Er hat mich dann nach einem hin und her an das Ordnungsamt verwiesen wo natürlich keiner mehr war. Meiner Meinung nach hatte er keine Lust dem Hinweise nach zu gehen. Ich werde morgen noch mal versuchen, das Ordnungsamt zu erreichen. Die ganze Sache liegt mir ziemlich schwer im Magen, weil mir das nicht in den Kopf geht, wie so etwas abgetan wird. MFG Landfürst :evil
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Beitragvon TheCelt034 » 17.07.2008, 21:54

Namen aufschreiben und Dienstaufsichtsbeschwerde machen! :evil:
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Beitragvon Thomas Schwarz » 18.07.2008, 10:17

Hallo landfürst,

danke für Deinen Erfahrungsbericht!
Aber ich muss Dich und TheCelt enttäuschen. Die Vorgehensweise des zuständigen Mitarbeiters des KRD war völlig in Ordnung!

Zitat: "Ja, dann müssen wir uns da treffen und sie zeigen mir die Stelle."


Grade diese Aussage ist absolut richtig!
Ich habe so etwas selbst schon erlebt, bei einer Stelle die ebenfalls "sehr einfach zu finden ist"...
Das Ergebniss: 2 Wochen später bekomme ich einen Anruf das die Stelle nicht gefunden wurde - habe dann eine Karte mit ausführlicher Beschreibung und Lagepunkt zugesendet - ob es geborgen wurde (2 x MK2 + einen kompletten Gurt mit 8x57er) weis ich bis heute nicht.

Die richtige Vorgehensweise für Kampfmittelfunde wo man selbst nicht zugegen sein kann ist ganz einfach.
Statt dem KRD sollte man die Ortspolizei oder das Ortnungsamt anrufen, die MÜSSEN nämlich zeitnah kommen, die übernehmen dann auch Deinen Part die Stelle zu zeigen. Oder Plan B - hab ich selber oft genug so gemacht - jemanden aus der Ecke den Fund zeigen und ihn mit dem melden und zeigen des Fundortes betrauen.

Meiner Meinung nach hatte er keine Lust dem Hinweise nach zu gehen.

Mit "Lust" hat das gar nichts zu tun!
Was glaubt ihr wieviel "Fakemeldungen" es jedes Jahr beim KRD gibt??
Mehr als genug! Und dann wundert ihr euch das man die Funde selbst zeigen soll...!?

Und die Nachfrage was Du im Reichswald getrieben hast ist auch nicht ungewöhnlich, mal abgesehn davon das die "Hundespaziergeschichte" auch einen entsprechenden Bart hat... :smt116
....der Reichswald ist bekannt dafür das dort Munition in Hülle und Fülle liegt und Scharen von Sondengänger dort durchziehen..
http://wapedia.mobi/de/Schlacht_im_Reichswald

In diesem Sinne, denkt mal drüber nach...
Gruß und Gut Fund
Thomas

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Beitragvon TheCelt034 » 18.07.2008, 13:08

Mag sein, klingt logisch.
Und wer bekommt die Schuld wenn währenddessen irgendwem unbeteiligten was passiert!
Die "Obrigkeit" wer auch immer wusste in dem Fall bescheid, konnte anhand eines einfachen Rückrufes die Tatsächlichkeit des Anrufers und damit auch die Echtheit dessen Meldung feststellen und war zum Handeln gezwungen (Wer auch immer) und zwar sofort.
Denn wenn nun jemand in der Zeitspanne nichts tut, nimmt er damit die Gefahr für andere und deren Tod in Kauf.
Der Bürger hat seine Pflicht in diesem Falle getan.
Ausserdem
...der Reichswald ist bekannt dafür das dort Munition in Hülle und Fülle liegt und Scharen von Sondengänger dort durchziehen..

Interessant!!!!!!!!!!!!!
Wieso macht man dann nichts zum Schutze der Bevölkerung?
Kosten? Kommt mir nicht damit, da würde ja Geld über Leben gestellt!

Für das Volk und durch und mit...!
Wohl eher für das Geld und durch und mit!!!
Wer`s anders sieht der schläft!

Denkt mal endlich nach, sorry ist doch so,

Tom! :evil:
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Beitragvon Thomas Schwarz » 18.07.2008, 16:04

TheCelt034 hat geschrieben:Interessant!!!!!!!!!!!!!
Wieso macht man dann nichts zum Schutze der Bevölkerung?
Kosten? Kommt mir nicht damit, da würde ja Geld über Leben gestellt!


Ja und dann???
Es ist bekannt das in Teilen des Reichswald, des Hürtgenwaldes und in Teilen der Wahner Heide ..um nur mal ein paar Beispiele zu nennen... ein Sondelverbot herrscht und das betreten außerhalb der Wege nicht gestattet ist.

Glaubst Du solche Verbote halten irgendjemand ernstlich davon ab sich dort rumzutreiben?
Was willst Du machen? Quadratkilometerlange Zäune ziehen lassen??

Es ist bekannt - basta - wer sich nicht dran hällt und zu Schaden kommt ist´s selbst schuld.
Gruß und Gut Fund
Thomas

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Beitragvon TheCelt034 » 19.07.2008, 02:17

Es geht hier nicht um Sondengänger, welche eh wissen das sie da nicht dürfen etc., sondern um den Normalmenschen, der keine Ahnung hat wo er sich da oftmals befindet, Bürger, Touristen, kleine Kinder etc.!
Der Sondengänger weiß um die Risiken seines Hobbys und braucht sich nicht zu beklagen wenn...!
Aber da ist kein einziger Offizieller, oder Beauftragter um auch nur von seitens der Regierung aus ein einziges Gefahrgut zu bergen und somit die Lebensgefahr für alle zu minimieren (Aber nach ex Jugoslavien und in zig andere Länder, da werden Minen und Sprengmittelsuch Spezialeinheiten auf unsere Kosten hingeschickt, obwohl wir da oft nicht einmal selbst auch nur einen Schuss abgegeben haben!!!
Man weiß um die Gefahr im eigenen Land und man nimmt sie bewusst für die eigenen Bewohner in Kauf!!!
Man versucht noch nicht einmal das Problem überhaupt im Ansatz zu lösen. Nach der Devise kommt Zeit kommt Rost (das das nicht funzt leuchtet wohl selbst den Naivsten unter uns ein)!
Und für solche menschlichen und verantwortungsbewussten Blindgänger zahlt der, den es evtl. erwischt, oder dessen Kinder es zerreißt noch Steuergeld als Lohn???
Stell dir vor du gehst Sonntags, oder im Urlaub ohne Sonde mit dem Nachwuchs in dir klar nicht bekanntem Terrain spazieren: "Guck mal da `ne Blume..."!
Ich will mir`s lieber nicht vorstellen!

Also Bitte!!!
Da gibt es nichts zu diskutieren, keinen Deut.
Das Volk ist ihren Vertretern nur ihr Geld wert!
Das ist mehr als eindeutig!

Und wenn dann wer im Fundfalle eines brisanten Teils an wen anders verweist und/ oder denjenigen der es ehrlich und mit gewissen gut meint noch brüskiert, dann hat er eine Dienstaufsichtsbeschwerde aber mehr als dicke verdient.
Wenn man selbst als Fußgänger zuviel getrunken hat und über die Strasse nach Hause will, dann ist man wie ein Autofahrer Verkehrsteilnehmer, bekommt u.U. den Lappen weg und eine saftige Strafe noch dazu wenn man an den Richtigen gerät.
Aber wenn es um das Wohl und im Ernstfalle um Leben geht entzieht man sich andererseits seiner eigenen Verantwortung und missbraucht das Vertrauen derjenigen, welche einen durch ihr Stimmrecht gewählt und somit ihr Vertrauen entgegengebracht haben!

Sowas kann man doch nicht noch verteidigen und als normal befinden!
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Beitragvon Accept » 03.02.2009, 20:39

Thomas Schwarz hat geschrieben:
TheCelt034 hat geschrieben:Interessant!!!!!!!!!!!!!
Wieso macht man dann nichts zum Schutze der Bevölkerung?
Kosten? Kommt mir nicht damit, da würde ja Geld über Leben gestellt!


Ja und dann???
Es ist bekannt das in Teilen des Reichswald, des Hürtgenwaldes und in Teilen der Wahner Heide ..um nur mal ein paar Beispiele zu nennen... ein Sondelverbot herrscht und das betreten außerhalb der Wege nicht gestattet ist.

Glaubst Du solche Verbote halten irgendjemand ernstlich davon ab sich dort rumzutreiben?
Was willst Du machen? Quadratkilometerlange Zäune ziehen lassen??

Es ist bekannt - basta - wer sich nicht dran hällt und zu Schaden kommt ist´s selbst schuld.


Hallo EifelSucher

Habe mich hier ein wenig rum getrieben in dem Forum und enddecke immer wieder für mich interessante Beträge und dieser ist einer davon und da zu noch hoch wichtig denke ich.

Ich kann schon deinen standpunkt als ehemaliger Kampfmittel Räumer wenn ich das richtig zusammen kriege verstehn.
Aber ich kann mich nur meinem vorredner anschliessen, das solche Behörden eigendlich so ernst gemeinten aussagen nach zugehen haben.
Spreche aus meiner Jungend und Kindheits erfahrung ,da ich in einem Gebiet wohne wo sich früher die Franzosen und Amerikaner die Klinke in die hand gegeben haben und mit dem Satz eines damaligen Flugblatt zu sagen
(Die Stadt liegt im Loch und wir finden sie doch) so hat es draf gestanden .Als zehnjähriger habe ich mit ein paar freunden bei uns im wald und auf dem Petrisberg jede menge an Granaten und Patronen teils noch gebrauchs fähig gefunden und da mit gespielt was natürlich ins auge hätte gehen können ohne frage. Dazu kamen auch Übungs Munition
die auch nicht zu verachten ist .Ein damaliger freund hatte mal so ein geschoss in den Schraubstock bei uns im Keller geklemmt und wollte da tatsächlich mit einem 2,5kg Hammer draf schlagen als mein Vater kam.
Brauch ja nicht zu erzählen was da wohl los war bei uns.Wir mussten dann meinem Vater sagen wo wir das zeug her hatten und der hat es dann an die Polizei weiter geleitet und sieh da war für ein paar Monaten
der schönste :lol: Abenteuerspielplatz gesperrt.Was mit zu nehmend alter
auch verstanden habe.Aber auch wenn heute noch solche meldungen ein gehen seinen diese auch nur ein FAKE dann sollten trotz alle dem nachgegangen werden,nur allein schon der Sicherheit draum .Den Kinder
schert es meistens nicht was verboten ist ,gerade dann ist es doch Interessant für sie .Das wissen wir doch alle aus erfahrungen oder nicht.

Mfg Accept
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Dumme antworten...----------------Fragen sind zum stellen da
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Beitragvon TheCelt034 » 04.02.2009, 08:37

Danke!
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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon landfürst » 19.04.2010, 18:54

Also ist doch das Ergebnis eines solchen Anrufes beim KMD alles das was so unter der Sonde liegt und nicht mitgenommen werden Will wider Ein zu graben. :smt073 :puker:
Es gibt viele, die uns etwas einreden wollen, und wenige, die uns ausreden lassen.
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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon Thomas Schwarz » 20.04.2010, 23:21

Falsch! Wer so handelt, handelt Fahrlässig.
Wenn das mitten in der Pampa ist, weit weg vom nächsten Weg dann stimme ich im Ansatz zu, ansonsten bin ich gegen diese "Unsitte" :evil:
Gruß und Gut Fund
Thomas

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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon landfürst » 21.04.2010, 09:12

Gegen diese Unsitte bin ich natürlich auch und hab auch ein wirklich schlechtes Gewissen.Ich schreibe auch nur weil soviel von diesem Scheiß im Boden liegt. Aber nach einer solchen Erfahrung bin ich völlig verunsichert und das Sondeln an den Nagel hängen will ich auch nicht. Du Glaubst doch nicht im Ernst das ich da noch mal da Anrufe und mir den ganzen Quatsch noch mal antue.Was machen sie da und da müssen wir uns an der Stelle Treffen (160Km) und Rufen sie dort das Ordnungsamt an die sollen das Regeln. Nee :evil: :evil: :evil: wirklich nicht
Es gibt viele, die uns etwas einreden wollen, und wenige, die uns ausreden lassen.
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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon Thomas Schwarz » 28.04.2010, 15:08

Mal ehrlich - muss man sich in Gebieten rumtreiben wo soooo viel Kampfmittel liegen? Ich denke nicht!
Da macht das Suchen weder Spaß noch ist es wirklich sinnvoll. Abgesehen davon gehe ich davon aus das es sich dabei um reine Waldsuche handelt, da sag ich dann mal "Ohne Worte".
Bei der Ackersuche musst Du Dir um Kampfmittel nämlich nicht wirklich Sorgen machen, die fetten Dinger hat der Bauer schon entsorgt und die Infantrie ist vernachlässigbar.
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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon TomTom » 27.05.2010, 19:11

Thomas Schwarz hat geschrieben:Bei der Ackersuche musst Du Dir um Kampfmittel nämlich nicht wirklich Sorgen machen, die fetten Dinger hat der Bauer schon entsorgt und die Infantrie ist vernachlässigbar.


Naja...ne .50er Brand ist auch nicht lustig...
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Re: Erfahrung mit dem Kampfmittelräumdienst

Beitragvon Thomas Schwarz » 28.05.2010, 00:45

Wie meinst Du das?
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